BRAUCHTUM 
Krampustreiben im Salzkammergut
Die letzten Wochen des vergehenden Jahres stellen seit jeher eine geheimnisvolle Zeit dar. Den hellen, himmlischen Mächten stehen Geister des Unheils, des Frostes, der Kälte und der Finsternis gegenüber. In der Verkleidung als Dämonen, dunkle Gestalten, Teufeln,... fühlten und fühlen sich die Menschen oft gestärkt, dem Übermenschlichen entgegenzutreten. Im Volksbrauch sind zum Kinderheiligen St. Nikolaus alte heidnische Gestalten dazugetreten, die heute als Schimmelreiter, Bartln, Klaubaufe und sonstige Teufel den "heiligen Mann" begleiten.
Im Ennstal folgte dem Nikolo oft ein bunt zusammengewürfelter Zug mit pelzverhüllten "Bartln", die mit viel Lärm und Süßigkeiten verteilend von Haus zu Haus zogen. Die sich später daraus entwickelnden Krampusläufe wurden immer mehr zu Schauläufen, die auch der Präsentation, der mit viel Liebe und hohem finanziellen Aufwand angefertigten Krampusmasken und Gewänder dienen. Der Zusammenschluss zu einzelnen Krampuspassen, wo die einzlenen Darsteller Nikolaus, Krampus, Moosmandl, Engerl und Hexe "zusammenpass'n", gewährt auch den Fortbestand dieses Brauchtums in Kleingruppen.
So ist der Strobler Höllenfürstenlauf eine hervorragende Möglichkeit für die einzelnen Passen, ihre wunderschönen Masken und Eigenheiten in einem vorgegebenen Rahmen vor einer großen Besucherkulisse herzuzeigen. Ohne die großartige Organisation der Höllenfürsten aus Strobl wäre der Strobler Krampuslauf nicht möglich. Allen beteiligten sei aufrichtig gedankt, dass altes Brauchtum, oft neu verpackt, weitergetragen wird und in einer genutzten touristischen Aktion sehr wohl auch noch Wurzeln des historischen Brauchtums ersichtlich und beibehalten werden.
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Ganz im Sinne des Brauchtums soll nämlich das Unheil abgewendet und Segen auf die Häuser und Fluren gebracht werden. Die Frau Perchta: Fährt doch die sagenumwobene Gestalt der Frau Perchta in den zwölf heiligen Nächten (25.12. bis 6.1.) durch die Lüfte und bringt den Menschen entweder Segen oder auch Unheil. Den alten Überlieferungen zufolge hat Frau Perchta zwei Gesichter. Eines für die braven und eines für die bösen Leute. Für die braven Leute zeigt sie sich in einem wunderschönen Gewand und goldenemHaar, für die bösen Leute ist sie ein "schiaches Weib" mit zerissenem Gewand,wirren Haaren und einer langen Nase.
Das Perchtenbrauchtum selbst entstand dadurch, dass man den Unholden in den Rauhnächten wirksam entgegentreten wollte und glaubte, diese mit furchtbaren Gewändern und Masken vertreiben zu können. So soll auch ein leichter Streich mit dem Roßschweif dem Betreffenden Glück bringen und das Böse und Schlechte vom Menschen symbolisch wegstreichen.
Neben den Schiachperchten mit ihren furchteinflößenden Masken, die die tierisch-menschliche Gestalt verkörpern, kennt man in unserem Kulturkreis auch noch die Schönperchten mit ihren schön geschnitzten Masken und schönen Gewändern. Der Krampus verkörpert übrigens das pure Böse - deshalb darf der nur gemeinsam mit dem lieben Nikolo unterwegs sein.
Nikolaus wurde um das Jahr 280 (man weiß es nicht ganz genau) in einer reichen Familie der Stadt Patra, in der Südtürkei geboren. Patra ist 60km von der späteren Bischofstadt Myra entfernt. Dort war Nikolaus Bischof. Seine Eltern hatten ihn im christlichen Glauben erzogen. Als sie starben, hinterließen sie Nikolaus ein großes Vermögen. Damit konnte er den Armen helfen.
Bischof Nikolaus starb im Alter von 90 Jahren und wurde in Myra begraben. Nach seinem Tod wurde er überall verehrt und als Heiliger erklärt. Im Jahr 1087 wurden die Gebeine aus dem Grab gestohlen und nach Italien gebracht. Dort liegen sie noch heute und viele Menschen besuchen das Nikolaus-Grab in Bari. Es wird erzählt, dass in der Stadt Myra große Not herrschte. Das Jahr über hatte es zu viel geregnet, dass die ganze Ernte verdorben war. So konnten die Bauern kein Getreide ernten, die Müller kein Mehl mahlen und die Bäcker kein Brot backen. Die Geschäfte waren ganz leer. Die Kinder weinten vor Hunger. In Myra herrschte eine schwere Hungersnot. Gott hat uns verlassen sagten die Menschen. Doch der Bischof Nikolaus tröstete sie und Betete mit ihnen. Er vertraute auf Gott, der ihnen bestimmt helfen würde. Eines Tages legte ein großes Schiff im Hafen an, das hoch beladen mit Korn war. Von diesem Korn konnten alle satt werden. Die Menschen liefen zu dem Schiff und bettelten um das Korn. Sie wollten sogar sehr viel Geld dafür bezahlen. Doch die Seeleute waren nicht bereit ihnen etwas von dem Korn zu geben. Sie hatten Angst vor dem Eigentümer des Schiffes der auf das Korn wartete und sie sicher bestrafen würde, wenn nicht mehr alles an Bord war. Nun ging der Bischof Nikolaus selbst zu den Seeleuten und bat um das Korn. Er sagte: "Helft doch den armen Menschen! Wenn ihr uns ein paar Säcke Korn abgebt, braucht ihr keine Angst zu haben, denn bei Eurer Ankunft wird kein einziges Korn fehlen." Weil der Bischof so überzeugend mit ihnen sprach, glaubten sie ihm schließlich. Sie schleppten viele Kornsäcke vom Schiff herunter und schenkten sie den Leuten. Der Bischof sorgte dafür, dass das Mehl gemahlen wurde, dass Brot gebacken werden konnte und jeder seinen gerechten Anteil erhielt. Alle aßen und wurden satt. Als die Seeleute bei dem Eigentümer des Schiffes ankamen, stellten sie fest, dass nicht ein einziges Korn aus ihrer Ladung fehlte. Bischof Nikolaus hatte sie nicht belogen.
Wer ist Nikolaus?
Die historische Gestalt des Heiligen Nikolaus liegt sehr weit in der Geschichte zurück. Neben der bekannteren Gestalt des Bischof Nikolaus von Myra, der in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts in Kleinasien lebte, wurde auch der Abt Nikolaus von Sion, einem Kloster aus der Gegend von Myra, der am 10. Dezember 564 starb, verehrt.
Die Legendenbildung hat wohl aus beiden die uns bekannte Gestalt des Heiligen Nikolaus werden lassen. Es geht auch beim Nikolausbrauchtum nicht so sehr um das genaue Nachspielen historischer Ereignisse und um genaues Wissen dessen was damals geschehen ist. Als Adventheiliger weist Nikolaus vor allem schon auf das kommende Weihnachtsfest hin. Er ist eine lichte, helle Gestalt, die Wärme und Freude in die langen Winternächte bringen will.
Aus diesem Grund will der Nikolaus
- den Kindern keine Angst machen
- die Kinder nicht erschrecken
- nicht als Moralprediger fungieren
- nicht drohen oder sie bestrafen
- nicht die Erziehungsdefizite der Eltern wett machen
Nikolaus versus Weihnachtsmann
Kurz gesagt ist Nikolaus ein Heiliger, der damals als Bischof in Kleinasien lebte. Er spendete Hilfe an Kinder und Hilfsbedürftige. Der Weihnachtsmann dagegen ist eine Märchenfigur, die mit einem Rentier-Schlitten durch die Luft fliegt. Der Nikolaus hat mit dem Weihnachtsmann eigentlich nichts zu tun.
Bis um das Jahr 1800 war der Nikolaustag vielerorts der Hauptbeschertag für die Kinder. Erst später wurde der Nikolaus vom Christkind und Weihnachtsmann (=Werbegag von Coca-Cola) mehr und mehr aus seiner Rolle als Gabenbringer verdrängt.
Von wo kommt der Nikolaus eigentlich?
In Deutschland, England oder in den USA schauen die Kinder nach einem Mann, der mit einem großen Schlitten unterwegs ist. Niederländische Kinder sehen aufs Meer: Mitte November dampft "Sinterklaas" auf einem Schiff aus Spanien ein und bringt Geschenke für den "Pakjesavond", den Paketabend, am 5. Dezember. Seine Ankunft wird live im Fernsehen übertragen und hat Einschaltquoten wie ein Fußball-Länderspiel.
In Skandinavien richten sich die sehnsüchtigen Blicke in den Himmel: Im hohen Norden wissen alle Kinder, daß der Weihnachtsmann auf einem Rentier-Schlitten durch die Luft geflogen kommt. Ganz und gar uneinig darüber sind sie sich aber über die Heimat des "Nikolaus". Die Dänen sind ganz sicher, daß der "Julemand" im ewigen Eis von Grönland wohnt. Die Finnen wissen, daß die Heimatstadt von "Joulupukki" in Korvatunturi in Lappland liegt.
Die amerikanischen Kinder kennen sogar den Namen des vierbeinige Gefährten von "Santa Claus": Das Lied vom Renntier "Rudolph Rotnase" ist ein Klassiker - von New York bis Hawaii.
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Terminplan des Gabenbringers
Nikolaustag ist am 6. Dezember. Gefeiert wird dieser mit dem Brauch, seine Stiefel mit Heu und Karotten zu füllen (für das Pferd von Nikolaus) und sie dann vor die Tür zu stellen. Als Dank bekommt man dann etwas Leckeres in Form von Obst, Nüssen oder Süßigkeiten. In den Niederlanden wird sogar am Vorabend (5. Dezember) das "heilige Abendlein" gefeiert mit Geschenken und Gedichten. In Rußland müssen sich die Kinder sogar bis zur Silvesternacht gedulden. Dann kommt Ded Moros (Väterchen Frost) - der östliche Bruder des Weihnachtsmannes - zusammen mit seiner Enkelin Snegurotschka, dem Schneemädchen, und bringt Geschenke. Das eigentliche Weihnachtsfest feiern die orthodoxen Christen in Rußland allerdings erst in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar.
Wie Nikolaus aussieht
Obwohl er nachts kommt und ihn eigentlich nie jemand zu sehen bekommt, wissen die Kinder ganz genau wie er aussieht. Er trägt einen weißen Rauschebart, einen langen roten Mantel und einen dicken Sack mit Geschenken über der Schulter. Früher waren da Apfel, Nuß und Mandelkern drin. Damit lassen sich die Kinder heute nicht mehr gerne abspeisen. Daß der Nikolaus als Bischof im kirchlichen Ornat mit Mitra, Bischofsstab und goldenem Buch kommt, ist in Deutschland und vielen anderen Ländern in den letzten Jahrzehnten immer mehr in Vergessenheit geraten. In den Niederlanden dagegen wird Nikolaus immer noch als Bischof dargestellt, der mit seinem Schimmel über den Dächern reitet. Besonders in Japan wären Kinder über diesen alten Brauch enttäuscht. In diesem nichtchristlichen Land ist die Weihnachtszeit vor allem eine Zeit des Kaufens. Der Weihnachtsmann darf hier auch ruhig weiblich sein. In Nippons Konsumtempeln posieren gertenschlanke Japanerinnen in roten Miniröcken und engen "Santa-Claus"-Jäckchen, um die Kunden so richtig in "Kurisumasu"-Stimmung zu bringen.
Woher das Rot des Mantels kommt
Nikolaus lebte Anfang des 4. Jahrhunderts und war Bischof von Myra in Kleinasien (das heutige Demre in der Türkei). Viel mehr ist historisch nicht belegbar, doch erzählen alle Legenden von seinem sehr tatkräftigen und teilweise auch kämpferischen Einsatz für Hilfsbedürftige. Seit der Aufklärung, stärker im 19. Jahrhundert, wurde Nikolaus oft als Erziehungsinstrument eingesetzt. Auch aus reformatorischer Kritik an der katholischen Heiligenverehrung heraus entstand etwa zur gleichen Zeit die Vorstellung vom Weihnachtsmann, der - im Unterschied zur Mitra des Bischofs - mit einer Zipfelmütze dargestellt wird.
Wer sich fragt, woher die rote Farbe des Mantels kommt, mag sich zum einen erinnern an den roten Bischofsmantel. Zum anderen braucht man sich nur eine Coca-Cola-Dose anzuschauen. Diesem Konzern ist es gelungen, das Bild vom Weihnachtsmann zu prägen, indem man schon vor Jahrzehnten einen Mitarbeiter als Weihnachtsmann in Coca-Cola-Farben verkleidete.
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Nikolaus-Begleiter
Beim Einkehrbrauch wird der heilige Nikolaus nahezu immer von einer Figur begleitet, die als gezähmter Teufel oder „dienstverpflichteter” Höllengeist deutbar ist: oft ein in Ketten gelegter, geschwärzter Poltergeist, zu dessen Ausrüstung meist Rute und Sack oder Kiepe gehören. Bei der Inszenierung übernimmt diese Figur die Präsenz des Bösen, die jedoch Böses und Böse straft, aber sich fest in der Gewalt des Guten (= Hl. Nikolaus) befindet. Die Namen für diese Figur variieren. Relativ verbreitet ist der Name Knecht Ruprecht, rauer Knecht Ruprecht oder rauer Percht. Der letzte Begriff verweist einerseits auf den Teufel und andererseits auf die Entstehung des Namens Ruprecht. Teuflische Begriffe sind auch Düvel oder Bock oder der biblische Begriff Beelzebub. Namen wie zum Beispiel Böser Klaus zeigen die Auflösung und kontraproduktive Inszenierung der Heiligenlegende. Andere Figuren sind mittelalterliche Allegorien, die menschliche Laster verkörpern, Bären, Esel, Böcke und die raue Perchta, die als domina perchta Hoffart, Völlerei und Unzucht verkörpert.
Bezeichnungen für die Figuren sind:
Knecht Ruprecht (im gesamten deutschsprachigen Raum),
Ascheklas,
Bullerklas,
Klas Bur (Westfalen, Norddeutschland),
Zwarter Piet,
Pietermann,
Swarte Piet (Niederlande),
Pulterklas (Diethmarschen)
Ruklas,
Rupsack (Mecklenburg)
Hans Muff (= der muffige Hans),
Heiliger Mann,
Düvel,
Zink Muff,
Zink Knatsch (Niederrhein),
Belzebub,
Pelzebock (Eifel und Mosel),
Pelzebub (Baden),
Pelznickel (Pfalz und Saar),
Butz (Schwaben),
Rumpelklas (Allgäu),
Schmutzli,
Düsseli (Schweiz),
Semper,
Klaubauf (Bayern),
Krampus (Österreich),
Schiachtperchten (Salzburger Land),
Partl, Bartl (Kärnten, Steiermark),
Leutfresser (Ostalpen),
Père Fouttard (Frankreich),
Hans Trapp (Pfalz),
Biggesel,
Böser Klaus,
Einspeiber,
Gangerln,
Kläuse,
Klosen,
Busebrecht,
Buzebercht,
Kehraus,
Klausmänneken,
Klausenpicker,
Klombsack,
Spitzbartl,
schwarz Käsperchen,
Rollebuwe, Battenmänner,
Bullkater,
Dollochs,
Erbsbär
Im Gurktal, Österreich, taucht der Nikolo mit dem Spitzbartel auf, der in schwarzer Maske mit Kuhglocke und einer Bucklkraxn (= Kiepe) erscheint. Die Buttmandeln, Treichler und peitschenschwingenden Geißelchlöpfer treiben in den Alpen ihre rauen Späße.

Eine andere Interpretation will den heiligen Nikolaus in seiner Rolle als Schifferheiliger als christlichen Poseidon verstehen, als „Nachfolger” des griechischen Meeresgottes Poseidon (röm.: Neptun). Als „Meeresgott der Christen” habe Nikolaus ein Begleiter zugestanden, wie ihn Poseidon in seinem als Menschenschreck agierenden Sohn Triton gehabt habe. Knecht Ruprecht, der gezähmte Teufel, stehe in der Tradition des Triton. Eine weitere Auslegung sieht im Einkehrbrauch die christliche Einvernahme eines germanischen Wotankultes, siehe Wotan. Die neuere Forschung sieht alle Schreckensgestalten aus dem Reich des Bösen der civitas diaboli entstiegen und erklärt damit ihr Vorhandensein ohne Rückgriffe auf germanisches Brauchtum.
Knecht Ruprecht alias Hans Muff alias... zeichnet sich nicht nur durch seine Bösartigkeit, Schwärze und - als Prügel- statt Segnungsinstrument missverstandene - Rute als Teufel aus. Die Kinder fürchten sich noch viel mehr vor dem Sack, der, je nach Landschaft auch eine Kiepe sein kann. In diesem Sack schleppt der Schwarze nicht nur murrend die Geschenke des Heiligen heran. Sprichwörtlich darf er auch die „in den Sack stecken”, die nach Auffassung des heiligen Nikolaus ihre religiösen und häuslichen Pflichten nicht erfüllt haben. Sack oder Kiepe werden hier zum Höllenschlund, in den nach mittelalterlicher Auffassung fiel, wer vor Gottes Gericht keine Gnade fand. Wer beim Nikolaus-Besuch durchfiel, einem „Weltgericht im Kleinen für Kleine”, der landete eben symbolisch im Sack. Diese brachial-pädagogische Methode von zweifelhafter, dafür aber derb-deutlicher „Güte” hat ein Vorbild im mittelalterlichen Seelenfresser, der die dem Satan verfallenen Seelen fraß, ein anderes Vorbild in einer Form des Ringkampfes, bei dem der Gegner in den Sack gesteckt werden musste. Die Kinderfresser im Nikolaus-Brauchtum im süddeutschen Raum, wo der Bezug zum Heiligen selbst und seiner Legende immer undeutlicher geworden ist, üben ihre Faszination durch Bedrohung, Abtransport des Angegriffenen und Loskaufriten aus. Für unbetroffene Betrachter ist das ganze ein voyeristisches Schauspiel. Die Kindlifresser, Kinderfresser, heute im Süddeutschen ein gepflegtes folkloristisches Phänomen, haben es im 16. Jahrhundert bereits zu Denkmalehren gebracht, zum Beispiel am Berner Kindlifresser-Brunnen (1544). 1663 definiert sich ein Kinderfresser: „Ich bin der alte böse Mann, der alle Kinder fressen kann”.